IPC - Industrie-PC

Eine Sonderform von Embedded Systeme sind die Industrie-PCs. Industrie-PCs folgen keinem Industriestandard. Entsprechend unüberschaubar ist die Vielfalt an Modellen und Lösungsansätzen. Im Gegensatz zu normalen PC-Komponenten sind die Einzelteile eines Industrie-PCs ab Markteintritt mindestens 5 Jahre, manchmal auch länger, verfügbar. Die Langzeit-Verfügbarkeit ist ein wichtiger Faktor, der auch die Systemkosten maßgeblich beeinflusst.

Industrie-PCs beinhalten sehr häufig normale PC-Komponenten. Zum Beispiel Prozessoren, Chipsätze, Speicher und Schnittstellen. Während Motherboard und Gehäuse je nach Anwendung sehr stark von den üblichen Personal Computern abweichen. Das Gehäuse ist meist nur eine Metall-Umrahmung, die über Befestigungsmöglichkeiten verfügt.
Die Unterscheidung zum normalen PC ist die geringere Leistungsfähigkeit und ältere Schnittstellen, die in normalen PCs schon lange nicht mehr verwendet werden. Die ältere Hardware ist dafür ausgereift und nahezu fehlerfrei.

Anwendungen

Im Industrie-Umfeld kommt es auf eine hohe Verfügbarkeit, Stabilität und Zuverlässigkeit an. Der Preis ist in der Regel zweitrangig.
Industrie-PCs kommen in fast allen elektrotechnischen Systemen vor, denen man nicht ansieht, dass sie von einem PC gesteuert werden. Meist geht es darum, Daten aufzuzeichnen, zu visualisieren und auszuwerten.